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Alberto Vazquez-Figueroa, Hartmut Zahn
Tuareg

Sonntag, 16. Oktober 2005

:: Geplanter Reiseverlauf

[The english version you can find here.]
Der Plan
Also sechs Menschen (fünf Männer, eine Frau) und ich werden mit einem kleinen Konvoi von drei Autos von Wien nach Agadez/Niger fahren. Unser Organisator ist Christoph Gretzmacher.
Die Reiseroute
Wien - Genua - Tunis - Grenze Algerien - Ghardaia - Tamanrasset - In Guezzam - Grenze Niger Assamak - Agadez.
Die Dauer
Zwei Wochen oder 14 Tage durch die Wüste vom Norden in den Süden.
Weshalb fahre ich
Um meine Freundin Eva zu besuchen und ausserdem einfach nur etwas für mich zu tun! :))
Geplante Abfahrt: 21. Oktober 2005

1. Tag / Fr, 21.10.05: Wien - Genua. ca 1.000 km Autobahn, wir müssen tags darauf am Morgen Genua erreicht haben.

2. Tag / Sa, 22.10.05: Hafen in Genua. Hier haben wir nochmals Gelegenheit, unsere letzten Einkäufe zu machen und nochmals ein ausgiebiges Mittagessen zu uns zu nehmen. Wir stellen uns an um gegen 15.00 Uhr die Fähre befahren zu können. Wir hoffen auf einen ruhigen Seegang, während wir unsere Kabine einrichten. In 24 Stunden werden wir Tunis erreichen.

3. Tag / So, 23.10.05: Wir erreichen Tunis gegen 19.00 Uhr. Zollformalitäten halten uns auf Trab. Im Konvoi fahren wir in Tunis auf die Autobahn auf. Wir peilen die erste Autobahnraststation an, um unseren ersten "Café au lait" zu schlürften. Wollen die algerische Grenze zu Tagesanbruch erreichen, d.h. wieder müssen wir die Nacht durchfahren. Die Strassen sind auto- und menscheleer, kein Eselkarren, der uns zum Bremsen zwingt. Wir passieren einige kleinere Dörfer, in denen am Strassenrand gegrillt wird. Wir halten und geniessen die tunesischen Köstlichekeiten.

4. Tag / Mo, 24.10.05: Es dämmert.....Zielgerade vor der algerischen Grenze. Der erste Morgen auf dem afrikanischen Kontinent. An der Grenze angekommen, heisst es vorerst einmal wieder warten. Bis unser "Pflichtguide" eintrifft, kann es noch dauern. Er wird uns dann bis Tamanrasset begleiten. Wir füllen in der Zwischenezeit die Einreiseformulare aus. Mühsam sind diese Grenzübertritte. Von der Polizei zum Zoll, zur Versicherung, wieder zurück zur Polizei.....Nach mehren Stunden können wir endlich nach Algerien einreisen. El-Qued ist die erste Stadt nach der Grenze. Es war ein langer Tag und vor allem eine schlaflose Nacht. Der Hunger ist groß und mit einem kleinen Verdauungsspaziergang endet der Tag mit einer heissen Dusche und einem sauberen bequemen Bett im Hotel Louss.

5. Tag / Di, 25.10.05: Heutiges Ziel ist Ghardaia, 450 km, das wir rechtzeitig zu Sonnenuntergang erreichen. Ghardaia, hoch über dem Labyrinth von Häusern und Gässchen ragt der schlichte Lehmturm der Moschee auf. Das Lebena und Treiben in den engen Gassen, der rege Handel auf den Plätzen, auf denen die kunstvollen Kelims angeboten werden, zeigen den Handel der Mozambiten. Der Alltag spielt sich in den Höfen und auf den Dächern der Wüstenstadt ab und bleibt dem Besucher meist verborgen.

6. Tag / Mi, 26.10.05: Erforschen der Oase und ein großer Markteinkauf für die nächsten Tage stehen am Programm. Fotomotive ohne Ende! Wir verlassen Gardaia zu Mittag. Immer Richtung Süden - nächstes Ziel El Menia, 237 km. Immer wieder passieren wir Polizei- und Gendarmeriekontrollen. Am besten man gewöhnt sich von Anfang an die kurzen "zu unserer Sicherheit" eingerichteten Stopps. Seit der Geiselnahme in Algerien 2003 sind die Sicherheitskräfte hier wirklich sehr bemüht. Sehr freundlich und korrekte 10 Minuten. Unsere erste Begegnung mit einem kleineren "Wüstenschiff". Ist das der Eingang zur Sahara? Noch gibt es eine Strasse. Die ersten richtigen Sanddünen erscheinen am Horizont. Sahara zum Angreifen.... Wir erreichen El Menia bei Sonnenuntergang und beziehen unsere Hotelzimmer.

7. Tag / Do, 27.10.05: Leider haben wir in El Menia nicht sehr viel Zeit, denn wir müssen eigentlich schon um 8.00 Uhr an der Barriere am Ortsausgang sein. Es besteht Konvoipflicht. Wir reihen uns also ein und folgen dem Vorausfahrzeug der Gendarmerie. Die Schlange ist lange - jeder wählt seine Geschwindigkeit selbst, nur die Gendarmerie nicht überholen. Nächstes Ziel ist Salah, 396 km. Hinter jeder Kuppe eine neue Landschaft. Wir verlassen das Plateau und wissen, weit über den Horizont hinaus, da müssen wir hin....Der grobe Asphalt macht unseren Reifen ziemlich zu schaffen!!...zerfetzte Reifen pflastern unseren Weg...Aber wir haben's ja nicht eilig. In Salah, ein kleines Oasennest, umgeben von Dünen, freuen uns auf eine kühles Bier an der Hotelbar.

8. Tag / Fr, 28.10.05: Um 7.00 Uhr früh verlassen wir Salah. Unser nächstes Ziel ist Tamanrasset, 658 km. Wir werden heute unsere erste Nacht im Freien verbringen. Wir verlassen die letzen Ausläufer des Grand Erg Oriental und nähern uns der Schlucht von Arak. Die Strasse wird erheblich schlechter, und die vom Regen zerfurchten Passagen sind teilweise sehr vorsichtig zu überwinden. Wir beginnen mit der Ausschau nach einem geeignetem Platz für unser Nachtlager. 200 km vor Tamanrasset werden wir fündig. Wir entscheiden uns für die Morgensonne und parken unsere Autos auf der Schattenseite unseres genialen Aussichtsberges. Sogar mit dem Holzfinden haben wir Glück.

9. Tag / Sa. 29.10.05: Wir räumen unser Lager und machen uns wieder auf dem Weg. Die Strasse ist von Schlaglöchern übersäht und ein Ausweichen fast nicht möglich. Dementsprechend lange dauern die 200 km.
Tamanrasset liegt auf 1.400 m Seehöhe, die wohl bekannteste Oase in Süd-Algerien und Reiseziel vieler Sahara-Touristen, die von hieraus organisierte Expeditionen ins Hoggar-Gebirge unternehmen. Wir begegnen den ersten Touristen und besuchen den Schmuckladen von Ibrahim. Unsere Autos haben bis jetzt gut gehalten, aber einige kleine Reparaturen sind dringend notwendig. Wir parken die Autos bei einem befreudeten Mechaniker und packen um für unseren Aufstieg auf den Assekrem morgen früh.

10. Tag / So, 30.10.05: Bizarre Vulkangebirge, kerzenförmige Dome, kegelförmige ehemalige Vulkane, Basaltsäulen, sowie riesige Lavafelder sind charakteristisch für diese Felslandschaft. Wir erklimmen auf steiler, steiniger Auffahrt mit unseren Fahrzeugen den Assekrem bis 2.585 m......den Rest zum "Dach der algerischen Sahara" auf 2.725 m wandern wir zu Fuß (ca. 30 Minuten Aufstieg). Ein sicher unvergessliches Erlebnis für uns alles sind der herrliche Sonnenunter- und der Sonnenaufgang.

11. Tag / Mo, 31.10.05: Der Morgen ist kühl. Wir besuchen die Eremitage der "weissen Patres" und genießen den traumhaften Panoramablick über die vulkanische Urgebirgslandschaft und die erhabene Stille und Einsamkeit dieser Bergwelt. Wir machen uns auf den Weg Richtung Tamanrasset. Im Afilal-Guelta wagen einige von uns den Sprung ins kalte Nass.....Mehrere Wasserbecken entlang eines sehr kleinen Baches, derwohl in der Regenzeit zu einem sehr großen anwächst. Wieder in Tamanrasset angekommen heisst es fertigmachen für die nächste Etappe. Die Autos müssen wieder gepackt, die Wasserkanister aufgefüllt und Proviant für die nächsten Tage gekauft werden.

12. Tag / Di, 1.11.05: Bitte volltanken! Jetzt sind die Autos am schwersten beladen! Wir verlassen Tamanrasset zeitig in der Früh, denn wir hoffen an der Grenze übernachten zu können, in In Guezzam, 400 km entfernt. Eine Teerstrasse ist in Bau. Egal ob auf Teerstrasse oder Piste. Noch eine Gelegenheit der Sahara all ihre Schönheit abzugewinnen. Davor schlafen wir noch einmal im Freien und erreichen In Guezzam in der Früh.

13. Tag / Mi, 2.11.05: Die letzten Kilometer in Algerien haben wir noch tiefe Sandfelder zu durchqueren. Wer hier nicht mit hohem Tempo durchfährt, hat schlechte Karten und darf kurz vor dem Grenzposten noch mal richtig viel schaufeln. Grenzübergang Algerien-Niger, Assamaka: Freundliche und relativ rasche Abfertigung auf algerischer Seite. Im Niger hingegen alles etwas afrikanischer. Aber es gibt kühles Bier und wir haben ja Zeit. Unser nächstes Ziel ist Arlit, 200 km Offroad! Teils sehr gute, sprich schnelle Pisten wechseln sich ab mit schwierigen, sandigen Passagen. Spitzengeschwindigkeiten bis 100 km/h können in der Ebene schon erreicht werden. Kurz vor Arlit treffen wir dann schon mal auf eine Nomandenfamilie. Wir verteilen unser überschüssiges Wasser und verschenken die Reste unserer Gemüsebox. Sobald dann am Horizont die großen Abraumhalten der Uranbergwerke von Arlit auftauchen, haben wir es geschafft! Wir sind durch die Sahara hindurch. Wir übernachten nochmals im Freien und brechen am Morgen zu unserer letzten Etappe auf.

14. Tag / Do, 3.11.05: Wir haben es geschafft. Wieder auf Asphalt. Die Szenerie ist bizarr. Mitten aus dem Nichts taucht plötzlich eine Stadt mit etwa 50.000 Einwohnern auf. Die Minenstadt Arlit. Die Häuser haben die Farbe des Sandes, auf dem sie gebaut sind. Einzige Farbtupfer sind die Menschen, die hier leben und die wenigen Autos. Unser Ziel - Agadez, 245 km nochist nun nicht mehr weit, dann haben wir es geschafft. Nochmals einen halben Tag auf gutem Teer bis wir ankommen.
Agadez, die große Wüstenstadt, entstand im 14. Jahrhundert durch Karawanenhandel und liegt im Grenzgebiet zwischen der Sahara und dem Sudan. Nahe dem großen Vulkanbergland - dem Air. Der Norden des westafrikanischen Staates Niger ist eine der wenigen Regionen unserer Erde, in der Menschen in nomadisierender Lebensweise ihren Lebensunterhalt verdienen. In der Stadt Agadez treffen die verschiedenen Ethnien der Haussa, Araber, Peul, Fulbe, Bororo, Germa und Tuareg aufeinander. Eine faszinierende "Welt der Gleichzeitigkeit" bietet sich dar. Wir haben an diesem Punkt das Ziel unserer Reise erreicht. Tuareg-Reisebüros bieten Off-Roadreisen zu den schönsten Plätzen des Air-Berglandes, Kameltrekking und Fahrten zu den Salzkarawanen nach Bilma und Fachi an. Die Weite der großen Teneré, ihre Durchquerung und die Berge des Djados sind weitere große Ziele von Wüstenliebhaber/innen.
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Sahara Tuareg and I

to inform my friends & family about my crossing sahara trip from vienna to agadez

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:: Kontact
if u like to send me an email please write to: karola.riegler...
karola - 8. Jul, 16:10
Danke!!!
Danke für diesen packenden Reisebericht Karola! Ich...
Zipel - 20. Nov, 00:06
Congratulations!
Hola mi niña! Me alegro que estes bien y que vives...
Marion Gran Canaria - 17. Nov, 18:27
:: Reisebericht Crossing...
"Jedesmal, wenn ich die Wueste überstehe, führt sie...
karola - 14. Nov, 02:12
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karola - 14. Nov, 01:23
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karola - 14. Nov, 01:19
Fantastische Fotos!
Fantastische Fotos!
teacher - 9. Nov, 13:44
Jürgen
hallo carola, danke für deine e-mail, habe mich sehr...
wiedermann - 9. Nov, 12:57
Freu mich...
...dass ihr gut angekommen seid! Danke für dein email! Alles...
Zipel - 8. Nov, 09:43
:: I am in Agadez now
Wir sind heute nach 18 Tagen in Agadez angekommen....
karola - 7. Nov, 22:52
Servus mein Herzerl !
Erst jetzt hatte ich richtig Gelegenheit Deine super...
sriegler - 4. Nov, 09:32
Und . . .
Gut angekommen? Hast sicher viel anderes und wichtigeres...
Medialogics - 4. Nov, 01:52
Melde Dich !
Liebe Karola, e-melde Dich kurz in Wien. Please! Kisses,...
dorota - 1. Nov, 15:35
Bon voyage!
Hallo liebe Karola, du näherst dich jetzt auf deiner...
Medialogics - 27. Okt, 00:52
Hi Mäderl
Leider haben wir uns am Freitag nicht mehr gesprochen...
mandi - 25. Okt, 13:03
gute reise
hi du, sorry das ich wenig zeit hatte dich/mich wirklich...
klwo55 - 21. Okt, 17:24
:: Geplanter Reiseverlauf
[The english version you can find here.] Der Plan Also...
karola - 17. Okt, 06:54
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[Die Deutsche Version findest du hier.] The plan Six...
karola - 17. Okt, 06:47
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karola - 15. Okt, 22:44

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