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Alberto Vazquez-Figueroa, Hartmut Zahn
Tuareg

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Etwas mehr über die verschiedenen Orte, in denen wir halt machen bzw übernachteten.
(Ich habe hier zu meinen persönlichen Eindrücken die Basisinformationen aus dem Know-How Reiseführer "Algerische Sahara" von Gerhard Göttler und Erika & Klaus Därr, 1. Auflage, 2002, eingefügt.)

Die Anreise mit der Fähre dürfte die wohl am meisten genützte Variante für Sahara-Reisende mit eigenem PKW sein.

Für die reine Fahrt von Tunis bis Tamanrasset braucht man für die 2.368 km ohne Besichtigungspausen und Pannen 7 Tage auf Teerstrasse. Die Off Road Strassen beginnen erst danach und im Niger. Die Route bis Tamanrasset erschloss uns dabei nahezu alle Landschaftsformen, die die Sahara zu bieten hat. Zunächst wirkte die Strecke durch das tunesische Inland ziemlich eintönig. Wir durchfuhren das große Dünengebiet des Grand Erg Occidental bei El Meneaa/El Golea. Unendlich erschien uns dann das ebene und öde Hochplateau des Tademait. Es ging durch die wilde Arak-Schlucht und bei Tamanrasset erreichten wir schliesslich das eindrucksvolle Hoggar-Gebirge. Dazwischen sahen wir viele grüne Oasen. Wir hatten aber auch lange, einsame und manchmal auch eintönige Etappen zu bewältigen. Doch muss man, um ein echtes "Gefühl" für die Sahara zu bekommen, diese unendlichen Weiten der Wüste kennen gelernt haben - trotz Teerstrasse will die Sahara noch immer erobert sein! "Sahara an einem Tag" gibt es - Allah sei Dank, noch nicht.

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Tunesien
Hafengelände La Goulette
also hier haben wir uns ja am - notgedrungen - am längsten aufgehalten, was Tunesien angeht. Alle anderen Orte haben wir, ausser Gafsa, nur durchfahren. Ich möchte aber doch zu dem einen oder anderen Ort noch was dazuschreiben.

Kairouan
gehört neben Mekka, Medina und Jerusalem zu den vier heiligen Orten des Islam, die alle Ziele großer Pilgerfahrten sind. Wir haben, als wir an der algerischen Grenze warteten sehr viele Busse aus Algerien mit Pilgern passieren gesehen.
Im Jahre 671 wurde die Stadt von den Arabern, den "Streitkräften Allahs", gegründet, und in der Folgezeit nahmen die arabischen Feldzüge zur Unterwerfung der Nachbarländer hier ihren Ausgang. Kairouan stieg zur islamischen Hauptstadt Afrikas auf und entwickelte sich einem der bedeutendsten geistigen Zentren des Islam, an dessen Universität neben den Koranwissenschaften auch Medizin, Mathematik, Naturwissenschaften und Geografie gelehrt wurden.

Nefta
Die letzte Oase vor der algerischen Grenze war früher wichtige Karawanenstation. Heute werden von hier aus die Rundfahrten in die tunesische Sahara gemacht.

Hazoua(ca. 34 km nach Nefta) Grenzübergang in Tunesien
Hinter Nefta geht es dann auf den tunesisch-algerischen Grenzübergang zu. Fünf Kilometer weiter geht es durch das Niemandsland dann auf die algerische Grenze zu.

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Algerien

Allgemeines
Ich habe während der ganzen Fahrt durch Algerien fast keine Frauen gesehen, ausser vielleicht auf den Märkten, dann aber fast bis obenhin verschleiert, teilweise sogar mit Gesichtsschleier, oder so, dass man nur ein Auge sieht. Die jungen Frauen die wir hier gesehen waren eben noch Mädchen bzw noch nicht verheiratet. Einmal verheiratet, spielt sich das Leben im Haus ab, bei der Familie oder bei Freunden. (Der Islam in arabischen Ländern wird ganz anders gelebt als der afrikanische Islam, wo die Stellung der Frau nach wie vor eine freiere ist. Vor allem auch noch bei den Tuareg. Siehe Infos über Niger, bzw Tuareg.)

El Oued
ist die Hauptstadt der Region des Souf.
Übernachtung im Hotel Louss. Gilt laut Reiseführer als komfortables und freundliches Hotel mit Pool (den ich nicht gesehen aber auch nicht gesucht habe). Ja das Hotel war wirklich OK. Was vor allem gut ist, wenn man mit dem Auto unterwegs ist, dass es hier einen bewachten Parkplatz im Hof gibt.

Ghardaia
gilt als Stadt der Mozabiten, eine strenggläubige Sekte des Islam, die sich hier im 11. Jahrhundert am Flussbett des M'zab, inmitten der kargen Wüstenlandschaft, niedergelassen haben. Nachdem sie zuvor über Jahrhunderte hinweg immer wieder aus andern Landesteilen vertrieben wurden, gründeten sie hier eine Städtgemeinschaft, in der es ihnen gelang, eine ertragreiche Oasenwirtschaft aufzubauen. Im algerischen Handel nehmen heute die Mozabiten einen sehr hohen Rang ein.
Ein Spaziergang durch Ghardaias Gassen mutet hier an wie ein Gang durch Theaterkulissen. Eines der typischen Kleidungsstücke der Mozabiten-Männer, den Serouel, eine Pluderhose von enormer Weite, mutet wie fast an wie ein Plisseefaltenrock mit zwei kurzen Hosenbeistummeln unten.

Christoph hat erzählt, dass früher, vor dem algerischen Bürgerkrieg, die Franzosen über das Wochenende nach Ghardaia geflogen sind, so wie wenn man heute für ein Wochenende nach Paris fliegen würde. Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass hier vor gar nicht allzulanger Zeit (seit 1991 in etwa ist Algerien "zu"), die französische gehobene Gesellschaft (oder die, die so taten) hier herumflanierten!

El Meneaa / ehemals El Golea ("Die Zitadelle")
ist eine Stadt mit viel grün. Artesische Brunnen liefern ausreichend Wasser für die ausgedehnten Palmenhaine mit über 200.000 Dattelpalmen.
Übernachtung im Hotel Boustan, mit Pool und auch hier bewachter Parkplatz.
Weiterfahrt normalerweise nur mit Konvoi möglich. Diesmal aber nicht.

Tademait-Hochebene
Im Reiseführer wird diese 200 km lange Strecke auf der Hochebene "Garten des Satans" oder "Wüste der Wüsten" genannt. Finde ich ein wenig übertrieben, im Vergleich zu dem was ich dann nach Tamanrasset erlebt habe. Aber sie hat diese Bezeichnung aus der Zeit, als es noch keine Teerstrassen gegeben hat, und da war diese Etappe gefürchtet. Besonders der steile Abbruch, am Ende des Plateaus, wo ich die "Autoleichen" gesehen habe. Die dürften wohl die Kurve nicht gesehen haben und sind abgestürzt.
Das Gelände ist völlig eben, weitestgehendst vegetationslos und über und über mit groben, von schwarzem Wüstenlack überzogenen Steinen bedeckt.

In Salah
gilt als die heissestes algerische Saharaoase, bei Rekordtemperaturen bis 56 Grad im Schatten! Zudem gibt es hier jährlich im Schnitt 55 Sandstürme. In Salah war früher Kreuzungspunkt sowahl für die Ost-West als auch für die Nord-Süd Karawanen und galt als wichtiger Umschlagplatz, vor allem für den Sklavenhandel.
Das Wasser hier war nicht zu trinken. Es war mir zu salzig und chlorhaltig.
Übernachtung im Hotel Tidikelt. Kakerlakenfreie Zimmer, mit Pool (allein der Anglick des grünen schleimigen Wassers in mir schon gedanklich alle Krankheiten auslöste - aber immer war Wasser drin, im Gegensatz zu den anderen.) und bewachtem Parkplatz. Ein ausgesprochen gepflegtes und wunderschönes Hotel, mit vielen Akzenten der späten 70er Jahre.

Sidi Moulay Hassan --> war auch unser Übernachtungsplatz
Der Marabout gilt als Pflicht für Saharafahrer, denn nur, wer dreimal das Grabmal umfährt, hat Aussicht, gesund und unfallfrei durch die Wüste zu kommen.....
Die Umgebung ist mit großen Felssteinen, glatt geschliffen in krotesken Formen, übersäht. Wir haben diesen schönen Anblick als Grund für unsere Übernachtung genommen.

Tamanrasset
Kurzform "Tam". Tamanrasset ist der Sitz einer Wilaya bzw einer Präfektur und die Hauptstadt des Hoggar. Durch die Höhenlage des Ortes (ca. 1.400m) herrscht im Winter kühles, im Sommer ein angenehmes Klima mit Temperaturen selten über 35 Grad. Das Leben spielt sich hauptsächlich auf den breiten, von Tamarisken gesäumten Hauptstrasse ab. Zu jeder Tageszeit begegnet man dort auch Tuareg.
Die Stadt ist Zentrum des 1987 gegründeten "Parc National de l'Ahaggar". Das heisst, Tam ist nicht nur Zentrum sondern liegt auch inmitten des Nationalparks.
Tam ist in den letzten Jahren immens gewachsen. Während zu Foucaulds Zeiten hier nur etwa zwanzig Strohhütten standen, leben hier heute mehr als 50.000 Menschen und die Stadt wächst weiter. Tam hat auch einen Flughafen, der als Anflugziel (neben Djanet) für Saharareisende gilt, die ihre Touren ab Tam planen.
Übernachtung in den Bungalows von Dromedaire. War wirklich sehr gepflegt und sauber. Keine Kakerlaken. Bewachter Parkplatz, da er sich innerhalb der Anlage befindet. Es gibt Waschanlagen die sehr sauber sind.

Assekrem (2.726 m)
Der Assekrem ist ca 82 km von Tam entfernt. Ist einerseits bekannt durch seine überwältigenden Sonnenunter und -aufgänge als auch für die Klause des Pater Foucauld.
Am Fusse des Assekrem gibt es eine Hütte, mit der Möglichkeit zu Essen und einer einfachen Übernachtunsmöglichkeit, die wir in Anspruch genommen haben. Herrlich gegessen und geschlafen. Für den Assekrem ist eine Bergbekleidung schon angebracht. Der Aufstieg zum Gipfel ist steil aber in 25 Minuten zu schaffen.

Guelta von Afilal
Gefüllte Wasserbecken, von Oleandern und Schilfgraz umsäumt. Wo Anette und ich den Sprung ins kühle Nass wagten.

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Sahara Tuareg and I

to inform my friends & family about my crossing sahara trip from vienna to agadez

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karola - 8. Jul, 16:10
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Danke für diesen packenden Reisebericht Karola!...
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karola - 14. Nov, 01:19
Fantastische Fotos!
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Servus mein Herzerl !
Erst jetzt hatte ich richtig Gelegenheit Deine super...
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Hi Mäderl
Leider haben wir uns am Freitag nicht mehr gesprochen...
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